Damit wurde der Air-Motion-Transformer Etor ER4 kombiniert, der aus vielen Projekten wie E-Motion, E-Motion 2 oder Duetta bekannt ist.
Beide Lautsprecher wurden mit einer 12 dB Weiche kombiniert (wobei der Tieftöner wie bei harten Membranen üblich, statt dem Parallelkondensator einen Saugkreis erhielt. Als Gehäuse wurde von Udo Wohlgemuth das Bassreflexgehäuse gewählt, das von seiner Tiefton-Leistungsfähigkeit das straffer und sauberer klingende geschlossene Box deutlich übertrifft.
Zum Einstimmen wählte ich eine Zusammenstellung “The Best of Chesky records”, herausgegeben von Stereoplay und nicht nur mit Musik versehen, wie ich sie im Privatleben schätze. Maxi lässt Geigen, Bässe, Schlagwerk jeglicher Art und jede Menge Holzblasinstrumente völlig aufgeräumt und unangestrengt erklingen, mit einer sich weit nach hinten öffnenden Bühne. Griffgeräusche, die beim Spielen an den Instrumenten entstehen, sind wohl als Detail erkennbar, aber nicht wie bei anderen Boxen vom Entstehungsort weg in den Vordergrund geschoben.
Bei meiner Hörsitzung verzichtete ich auf die alte Rockmusik, dafür hatte ich ja meine Coax 12, die mich geradezu in die Musik einsaugte, das ist nicht die Darstellungsweise der Eton-Box. Augenschließen und Zuhören sind die besten Voraussetzungen, um mit ihr Musik zu genießen. Bietet die Aufnahme dann auch noch mehr Dynamikumfang als die maximal 10 dB der heutigen ”Tagesmusik”, ist Maxi in ihrem Element. Ravel’s “Bolero” mit einer kleinen Trommel beginnend und im großen Orchester endend steigert die Lautstärke vom piano zum fortissimo, ohne dass die Box auch nur einen Ton komprimiert oder verschluckt.
Dann durfte zu Schluss natürlich auch nicht die Musik fehlen, die der Boxenklasse ihren Namen gab - der Blues. Es war Emotion pur, als Johnny Lee Hooker allein vor seinem Mikrofon sitzend “Tupelo” sang. Wie können ein paar Töne von einer akustischen Gitarre, spärlicher Gesang und ein wenig rhythmisches Fußstampfen nur so viel Lebensgefühl ausdrücken! Hilfreich beim Genuss war Maxi mit ihrer unaufdringlichen Art, alle Töne ohne störenden Nebenklang zu präsentieren und zu einem harmonischen Ganzen zu verschmelzen.
Nun ist die Frage des Lesers völlig berechtigt, ob ich diese Sätze nicht zu jedem meiner Eton-Bauvorschläge schreiben könnte. Doch trotz des gleichen Klangcharakters klingen die Boxen keineswegs gleich. Zum Vergleich hörte ich die gleiche Musik noch einmal mit Eton2u, die bei gleicher Emotionalität etwas zurückhaltender im Tiefbass und Grundton war, dafür etwas präsentere Stimmen und immerhin 4 dB mehr Schalldruck bei unveränderter Potistellung bot. Welche Box besser klingt, kann ich nicht entscheiden. Das ist abhängig von der angeschlossenen Elektronik, der Raumgröße und am meisten vom eigenen Geschmack. Fraglos sind beide eine Hörprobe wert."
Bausatz Eton Maxi ohne Gehäuse Preis pro Box EUR 539,00
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